VEREINSSATZUNG

Präambel

Die Welt verändert sich schnell, und zunehmend breitet sich Misstrauen gegenüber Regierungen und der Wirtschaft aus. Transparenz und ethisch korrektes Verhalten sind notwendig, bleiben aber nicht die einzigen Elemente der Vertrauensbildung. Trotz starker Investitionen in Transparenz- und Compliance-Maßnahmen leiden viele Organisationen unter dem Eindruck von Undurchsichtigkeit und einem Mangel an Vertrauen und Integrität. Um nachhaltig zu werden und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, müssen Organisationen auf die Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen. Ihr Zweck und ihre Werte müssen allseits akzeptiert werden, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Organisation. Korruption muss vollständig, bis in die Zulieferketten, ausgelöscht werden, und die Vorstellungen von Integrität und öffentlichem Nutzen müssen in Regierungen, Wirtschaft und Gesellschaft besser verstanden werden.

„Public Value“ (öffentlicher Nutzen) ist ein Ansatz, der Transparenz und Compliance um Wechselseitigkeit, Dialog und öffentliche Beteiligung ergänzt. Dies ist besonders wichtig zu einer Zeit, in der Bürger in ihrem täglichen Leben nach einem klaren Ziel suchen und von der Politik (öffentlicher Sektor) und von Unternehmen (Privatsektor) erwarten, das Gemeinwohl zu fördern, indem diese ihren Lebensraum aktiv gestalten.

„Your Public Value“ fördert Integrität, öffentlichen Nutzen, verantwortungsvolle Führung ebenso wie Dialog und gegenseitiges Verständnis zwischen Regierungsstellen, der Wirtschaft und der Gesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene. „Your Public Value“ verfolgt eine mehrstufige Vorgehensweise, arbeitet direkt mit Entscheidungsträgern auf globaler, nationaler und regionaler Ebene, und regt Maßnahmen in lokalen, nationalen und internationalen Gemeinschaften an. Unsere Vision ist eine Welt, in der globale Entscheider und die Gesellschaft gemeinsame Werte der Transparenz, Integrität, Offenheit und Zusammenarbeit teilen, und sich mittels Dialog und Teilhabe für die Schaffung eines stärker integrativen Umfelds engagieren. Wir glauben, dass diese Veränderung durch koordinierte Maßnahmen eines Spektrums von Organisationen und Einzelpersonen erreicht werden können, die sich der Aufgabe von „Your Public Value“ anschließen.

Die zentralen Werte von „Your Public Value“ sind Vertrauen, Transparenz, Verantwortlichkeit, Integrität, Dialog, und Teilhabe.

§ 1. Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen „Your Public Value“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und danach den Zusatz „e.V.“ führen.

2. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin.

3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2. Vereinszweck

1. Der Vereinszweck bezieht sich auf die Nr. 7, 15 und 20 des § 52 der Abgabenordnung. Auf dem Gebiet der Förderung von verantwortungsvoller Führung, Integrität und gegenseitigem Verständnis zwischen Regierungen, Wirtschaft und Gesellschaft sind die Ziele des Vereins:

a. die Förderung der systematischen, reproduzier- und dokumentierbaren Forschung,

b. die Förderung der Bildung,

c. die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit,

d. die Förderung der Kriminalprävention durch die Bekämpfung von Korruption.

2. Der Satzungszweck wird umgesetzt durch Maßnahmen zur Förderung von öffentlichem Nutzen, Integrität (d. h. Transparenz, Verantwortlichkeit und Teilhabe) und Dialog zwischen Regierung, Wirtschaft und Gesellschaft, um Korruption zu reduzieren und um Vertrauen zwischen den drei Bereichen (öffentlicher Sektor, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft) zum Vorteil der Gesellschaft zu ermöglichen. Dies geschieht insbesondere durch:

a. Durchführung, Förderung und Unterstützung von Forschungsarbeiten auf den Gebieten öffentlicher Nutzen, Integrität und Dialog, die zum öffentlichen Nutzen, Vertrauen und gegenseitigem Verständnis zwischen Regierung, Wirtschaft und Gesellschaft beitragen und zeitnahe Veröffentlichung der Ergebnisse, durch Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Universitäten und Forschungsinstituten und durch die Vergabe von Forschungsaufträgen an Hilfspersonen im Sinne des § 57 Abs. 1 Satz 2 der Abgabenordnung,

b. Schaffung eines Bewusstseins für die Hauptursachen des Misstrauens zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren und für den Begriff des öffentlichen Nutzens mit Hilfe von Workshops, Konferenzen, Kampagnen sowie Öffentlichkeits- und Pressearbeit,

c. den Aufbau einer Website und weiterer digitaler Instrumente zu den Themen Transparenz, Verantwortlichkeit und Teilhabe, um den Dialog zwischen Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu fördern,

d. Entwicklung und Zurverfügungstellung von Lehr- und Weiterbildungsmaterialien zum Thema öffentlicher Nutzen, Integrität und Korruptionsbekämpfung,

e. Durchführung von Workshops, Bildungsveranstaltungen und Konferenzen zum Thema öffentlicher Nutzen, Integrität (d. h. Transparenz, Verantwortlichkeit und Teilhabe) und Korruptionsbekämpfung,

f. Verbreitung von selbst erstellten Informationen und Materialien (wie Bücher, Broschüren, CDs, DVDs) zum Thema öffentlicher Nutzen, Integrität und Korruptionsbekämpfung,

g. Entwicklung und Verbreitung von Instrumenten und Ansätzen zur Risikoanalyse von Korruption und Misstrauen und zur Förderung von öffentlichem Nutzen und Integrität in den drei gesellschaftlichen Sektoren (öffentlicher Sektor, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft),

h. Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen für öffentlichen Nutzen, Integrität und Korruptionsbekämpfung in Entwicklungsländern, z. B. durch die gemeinsame Entwicklung von Verhaltensregeln zur Vermeidung von Korruption und Misstrauen und durch die entsprechende Schulung von Beamten und Mitarbeitern in diesen Ländern,

i. Zusammenarbeit innerhalb eines Netzwerkes von gemeinnützigen Organisationen zur Entwicklung von Vertrauen in der Gesellschaft und zur Bekämpfung von Korruption.

§ 3. Gemeinnützigkeit, Neutralität, Verbindlichkeiten

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden; dies schließt angemessene Verwaltungskosten und Kosten zur Mittelbeschaffung ein, die im Zusammenhang mit den satzungsgemäßen Zwecken des Vereins anfallen. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Keine Person darf durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen oder durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, begünstigt werden.

4. Für die Verbindlichkeiten des Vereins e.V. haftet ausschließlich das Vermögen des Vereins.

5. Der Verein ist eine religiös und parteipolitisch nicht gebundene Organisation; er verfolgt seine Aktivitäten ungeachtet religiöser oder parteipolitischer Erwägungen.

6. Wo in dieser Satzung für Personen die männlichen Form verwendet wird, sind sowohl Frauen wie Männer gemeint. Alle Ämter des Vereins stehen Männern und Frauen aller Nationalitäten in gleicher Weise offen, dabei wird Vielfalt unterstützt.

§ 4. Mitgliedschaft

1. Der Verein hat ordentliche Mitglieder und kann Ehrenmitglieder haben.

2. Ordentliche Mitglieder können geschäftsfähige natürliche Personen werden, die das „Your Public Value Statement of Vision, Values and Guiding Principles“ unterschrieben haben, sowie juristische Personen, die die Satzungsziele aktiv unterstützen.

3. Die Tätigkeit aller Mitglieder ist ehrenamtlich.

4. Die ordentlichen Mitglieder werden vom Aufsichtsrat für die Dauer von drei Jahren aufgenommen. Mitglieder können ohne Beschränkung wiederaufgenommen werden. Es werden nur solche (natürliche und juristische) Personen zur Aufnahme vorgeschlagen, die sich auf Grund ihrer internationalen Expertise oder Erfahrung und unbestrittener Integrität, als geeignet erweisen, die Arbeit des Vereins zu unterstützen.

5. Die ordentliche Mitgliedschaft oder Ehrenmitgliedschaft erlischt durch Austritt, Tod, Ausschluss, Zeitablauf oder die Auflösung der juristischen Person, die Mitglied ist.

6. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.

7. Ein Mitglied oder Ehrenmitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es sich vereinsschädigend verhält oder grob gegen die Interessen des Vereins verstößt. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Aufsichtsrat richtet eine Empfehlung an die Mitgliederversammlung, die über den Ausschluss entscheidet. Der Beschluss über den Ausschluss ist mit Gründen zu versehen und durch den Aufsichtsrat dem Mitglied mittels eingeschriebenen Brief bekanntzumachen.

8. Natürliche Personen, die sich im Kampf gegen die Korruption und in der Unterstützung des öffentlichen Nutzens in besonderem Maße verdient gemacht haben, können von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied berufen werden. Sie haben kein Stimmrecht und sind bei der Berechnung der Beschlussfähigkeit in der Mitgliederversammlung nicht zu berücksichtigen.

§ 5. Mitgliedsbeiträge

Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben.

§ 6. Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat.

§ 7. Mitgliederversammlung

1. Mindestens einmal im Jahr ist vom Aufsichtsrat eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich oder durch E-Mail unter Einhaltung einer Frist von drei Wochen und unter Angabe der Tagesordnung. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Aufsichtsrat in Abstimmung mit dem Vorstand fest.

2. Der Aufsichtsrat hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn mindestens 20 Prozent der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt. Soweit die Umstände dies zulassen, ist eine Einladungsfrist von zwei Wochen einzuhalten und die Tagesordnung mit der Einladung bekannt zu geben.

3. Jedes Mitglied kann bis spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat vor Beginn der Mitgliederversammlung die eventuell eingegangenen Ergänzungen bekannt zu geben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung.

4. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates geleitet, bei dessen Verhinderung von einem anderen Mitglied des Aufsichtsrates.

5. Der Vorstand und ein Vertreter der Arbeitnehmer des Vereins werden eingeladen, um beratend an der Mitgliederversammlung teilzunehmen.

6. In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliches Mitglied eine Stimme. Ehrenmitglieder haben kein Stimmrecht

7. Beschlüsse über Änderungen der Satzung, einschließlich Änderung des Zwecks des Vereins, über die Auflösung des Vereins und über den Ausschluss von ordentlichen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern bedürfen einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen. Solche Beschlüsse können nur nach fristgemäßer Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.

8. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der anwesenden Mitglieder dies beantragt.

9. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Entscheidungen in folgenden Angelegenheiten:

a. Änderungen der Satzung;

b. die Auflösung des Vereins;

c. Genehmigung der Mehrjahresstrategie des Vereins, mindestens einmal pro drei Jahren;

d. Genehmigung des durch den Vorstand aufgestellten Aktions- und Wirtschaftsplans für das Geschäftsjahr;

e. den Ausschluss von Mitgliedern aus dem Verein;

f. Wahl und Abberufung des Vorsitzenden, des Schriftführers, des Schatzmeisters und höchstens vier weiterer Mitglieder des Aufsichtsrates;

g. Berufung und Ausschluss von Ehrenmitgliedern;

h. Beschluss über die Werte des Vereins „Your Public Value Statement of Vision, Values and guiding Principles“.

10. Die Mitgliederversammlung kann, auf einen Antrag des Vorstands, eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat erlassen.

11. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte aller ordentlichen Vereinsmitglieder anwesend ist. Bei Beschlussunfähigkeit kann der Aufsichtsrat innerhalb von drei Monaten eine zweite Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.

12. Ein Mitglied ist nicht stimmberechtigt, wenn die Beschlussfassung die Vornahme eines Rechtsgeschäfts mit ihm oder die Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits zwischen ihm und dem Verein betrifft oder ihm ein anderer Interessenkonflikt vorliegt.

13. Der Vorstand hat in der Mitgliederversammlung ein eigenes Rede- und Antragsrecht.

14. Über den Ablauf der Mitgliederversammlung und die gefassten Beschlüsse ist ein Protokoll zu fertigen. Dieses ist vom Protokollführer und vom Versammlungsleiter zu unterschreiben.

§ 8. Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus mindestens einer Person. Er wird vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Er wird für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Eine Wiederbestellung ist unbegrenzt möglich. Der Aufsichtsrat entscheidet über eine angemessene Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands.

2. Ein mit dem Vorstand geschlossener Anstellungsvertrag endet – im Rahmen der vertraglichen bzw. gesetzlichen Kündigungsfristen – mit dem Ende der Amtszeit des Vorstands, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Die Amtszeit des Vorstandes endet ebenfalls ohne weitere Erklärung in dem Moment, in dem der Anstellungsvertrag aus welchem Grund auch immer beendet wird. Entsprechende Klauseln müssen in den Anstellungsvertrag aufgenommen werden.

3. Dem Vorstand des Vereins obliegt die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Vereins nach § 26 BGB und die Führung seiner Geschäfte.

4. Dem Vorstand obliegen alle Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich in die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung oder des Aufsichtsrates fallen. Der Vorstand ist für die Verwirklichung der Ziele des Vereins verantwortlich. Er ist insbesondere dafür verantwortlich, dass die Verwendung des Vereinsvermögens und dem Verein zufließende Gelder zweckentsprechend und wirtschaftlich erfolgt. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

a. die Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung und des Aufsichtsrates;

b. die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Anfertigung des Jahresberichts;

c. die Führung der Geschäftsstelle (“Sekretariat”) des Vereins;

d. Abschluss und Kündigung von Arbeitsverträgen;

e. die Erstellung einer Mehrjahresstrategie, mindestens einmal in fünf Jahren, für die die Genehmigung der Mitgliederversammlung einzuholen ist;

f. die von der Mitgliederversammlung verabschiedete Mehrjahresstrategie umzusetzen;

g. den jährlichen Aktions- und Wirtschaftsplan der Mitgliederversammlung mindestens einen Monat vor Beginn des Geschäftsjahrs zur Zustimmung vorzulegen sowie den Jahresabschluss aufzustellen und dem Aufsichtsrat zwecks Feststellung nach erfolgter Abschlussprüfung vorzulegen (Your Public Value wird sowohl über Finanzen als auch über soziale Auswirkungen berichten);

h. die Veröffentlichung des Jahresberichtes und des festgestellten Jahresabschlusses;

i. der Mitgliederversammlung und dem Aufsichtsrat Bericht über die Tätigkeiten des Vereins zu erstatten;

j. dem Aufsichtsrat laufend, mindestens halbjährig, über alle wesentlichen Sachverhalte und Entwicklungen zu berichten, einschließlich der Einhaltung des Wirtschaftsplanes, der Liquidität und des Vermögensstandes des Vereins;

k. Festlegung von Richtlinien für den Aufwendungsersatz für Mitglieder des Vereins und für Mitglieder des Aufsichtsrats;

l. Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und an Mitgliederversammlungen in beratender Funktion.

5. Zur Vornahme folgender Geschäfte bedarf der Vorstand der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrates in Schriftform oder durch Email:

a. Erwerb, Belastung und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten;

b. Beschlüsse über Rechtsgeschäfte mit einem Geschäftswert über Euro 100.000,- (ein hunderttausend Euro);

c. Aufnahme von Darlehen und Abschluss von Kontokorrent-Verträgen;

d. Gewährung von Darlehen an Dritte und Übernahme von Bürgschaften für Dritte;

e. Gründung von und Beteiligungen an Unternehmen oder Einrichtungen;

f. Erlass und Änderung einer Geschäftsordnung für die Geschäftsstelle einschließlich der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter.

6. Einzelheiten zu den Rechten und Pflichten des Vorstandes können in einer Geschäftsordnung für den Vorstand, die vom Aufsichtsrat erlassen wird, und in seinem Anstellungsvertrag geregelt werden.

7. Die Beschlüsse des Vorstandes sind schriftlich zu protokollieren und vom Vorstand zu unterzeichnen.

8. Der Vorstand ist bei folgenden Tätigkeiten befangen: bei Entscheidungen zur Vornahme eines Rechtsgeschäfts mit ihm, bei der Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits zwischen ihm und dem Verein und im Falle eines anderen Interessenkonfliktes. In den obigen Fällen entscheidet der Aufsichtsrat.

9. Der Vorstand legt dem Aufsichtsrat einen Interessenkonflikt unverzüglich offen.

10. Die Haftung des Vorstands ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

11. Der Vorstand wird vom Verein gegen Vermögens- und Personenschäden, die er im Rahmen seiner Tätigkeit verursacht, versichert. Der Verein schließt dazu einen entsprechenden Vertrag ab.

§ 9. Aufsichtsrat

1. Der Aufsichtsrat besteht aus drei bis sieben Personen: dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und bis zu fünf anderen Personen, immer in ungerader Anzahl. Die Aufsichtsratsmitglieder sind rein ehrenamtlich tätig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben einen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen.

2. Der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und bis zu fünf weitere Aufsichtsratsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt. Sie bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Sie müssen ordentliche Mitglieder des Vereins sein. Mitglieder des Aufsichtsrates können bis zu zweimal erneut in den Aufsichtsrat gewählt werden. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt des Aufsichtsratsmitglieds.

3. Ein Aufsichtsratsmitglied kann jederzeit durch die Mitgliederversammlung abberufen werden.

4. Der Aufsichtsrat soll den Vorstand zu seinen Sitzungen beratend hinzuziehen. Bei Bedarf kann der Aufsichtsrat ohne den Vorstand tagen.

5. Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Vereins regelmäßig zu beraten und ihn zu überwachen. Der Aufsichtsrat ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den Verein einzubinden. Insbesondere ist er für folgende Aufgaben zuständig:

a. Er bestellt den hauptamtlichen Vorstand und beruft ihn ab, er berät und kontrolliert ihn (auf Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) und entlastet ihn;

b. Vertretung des Vereins gegenüber dem Vorstand (Anstellungsvertrag, Besoldung, sonstige Rechtsgeschäfte); der Aufsichtsrat nimmt gegenüber dem Vorstand die Rechte und Pflichten als Arbeitgeber wahr;

c. Er überwacht die finanziellen Angelegenheiten des Vereins im Allgemeinen und überprüft das Funktionieren der Verwaltungsorganisation und des internen Kontrollsystems, insbesondere die Organisation von Zahlungen;

d. Die Beschlussfassung über Rechtsgeschäfte und Vertretung des Vereins bei Interessenkonflikten des Vorstands;

e. Die Entgegennahme des Jahresberichts, die Genehmigung des geprüften Jahresabschlusses und die Entlastung des Vorstands; hierüber erstattet der Aufsichtsrat der Mitgliederversammlung Bericht;

f. Mitwirkung bei der strategischen Planung, über die in der Mitgliederversammlung entschieden wird;

g. Bestellung und Abberufung des Wirtschaftsprüfers, der die Jahresabschlüsse prüft;

h. Repräsentative Außenvertretung des Vereins bei besonderen Anlässen.

6. Sitzungen des Aufsichtsrats werden in der Regel vom Vorsitzenden einberufen, können aber auch durch die anderen Aufsichtsratsmitglieder oder den Vorstand einberufen werden. Die Einberufung erfolgt in jedem Fall schriftlich oder per Email unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen und unter Angabe der Tagesordnung. Eine Sitzung des Aufsichtsrats kann auch per Telefonkonferenz stattfinden.

7. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Sind Aufsichtsratsmitglieder verhindert, können sie ihre Stimme schriftlich oder per Email abgeben und werden dann bei der Berechnung der Beschlussfähigkeit berücksichtigt.

8. Jedes Aufsichtsratsmitglied legt den anderen Aufsichtsratsmitgliedern und dem Vorstand Interessenkonflikte unverzüglich offen.

9. Ein Aufsichtsratsmitglied ist nicht stimmberechtigt, wenn die Beschlussfassung die Vornahme eines Rechtsgeschäfts mit ihm oder die Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits zwischen ihm und dem Verein betrifft oder wenn ein anderer Interessenkonflikt vorliegt.

10. Über die Beschlussfassung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Vorsitzenden zu unterschreiben ist.

11. Der Aufsichtsrat kann auch gültige Beschlüsse ohne Versammlung per Email fassen. Solche Beschlüsse brauchen die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Aufsichtsratsmitglieder. Wird in so einem Verfahren beschlossen, müssen alle Aufsichtsratsmitglieder über den Gegenstand der Beschlussfassung informiert und es muss mindestens eine Frist von einer Woche zur Stimmabgabe eingeräumt sein. Die Beschlüsse sind vom Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden zu unterschreiben.

12. Die Haftung der Aufsichtsratsmitglieder ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

§ 10. Beirat

1. Der Vorstand oder Mitglieder des Aufsichtsrats schlagen dem Aufsichtsrat eine Liste möglicher Mitglieder des Beirats vor. Die Mitglieder des Beirats sind ehrenamtlich tätig; sie haben lediglich Anspruch auf den Ersatz ihrer Aufwendungen.

2. Mitglieder des Beirats sind Personen mit anerkannter Integrität und verschiedenen geographischen, kulturellen und beruflichen Hintergründen, die das Vereinsziel anerkennen und sich verpflichten, den Aufsichtsrat und den Vorstand regelmäßig konstruktiv zu beraten.

3. Mitglieder des Beirats sind im Aufsichtsrat und in der Mitgliederversammlung nicht stimmberechtigt.

4. Der Aufsichtsrat ernennt Mitglieder des Beirats für die Dauer von drei Jahren. Ihre Ernennung ist einmalig erneuerbar unter der Voraussetzung, dass sie ihre Aufgabe während des ersten Mandats erfolgreich erfüllt haben.

5. Mitglieder des Beirats gehen die Verpflichtung ein, zweimal während ihres dreijährigen Mandats eine Überprüfung der strategischen Ausrichtungen und der Aktivitäten des Vereins unter Berücksichtigung des Vereinsziels zu erstellen.

6. Die Analysen der Beiratsmitglieder werden auf der Website des Vereins veröffentlicht.

§ 11. Förderer

1. Der Verein finanziert sich im Wesentlichen durch Zuwendungen von öffentlichen Zuwendungsgebern, Unternehmen und anderen Wirtschaftseinheiten, Organisationen sowie juristischen und natürlichen Personen.

2. Der Aufsichtsrat regelt Einzelheiten der Annahme von Zuwendungen.

§ 12. Jahresabschluss

1. Der Jahresabschluss des Vereins ist durch ein Mitglied des Berufsstands der Wirtschaftsprüfer zu prüfen, zu bestätigen, und jährlich zu veröffentlichen.

2. Der Verein wird ebenso jährlich die Bilanz seiner sozialen Auswirkung veröffentlichen.

3. Die Mitgliederversammlung kann den Verein bitten, einen jährlichen Umweltbericht zu veröffentlichen.

§ 13. Auflösung des Vereins und Anfall des Vereinsvermögens

1. Im Falle der Auflösung des Vereins ist der Vorstand der vertretungsberechtigte Liquidator, wenn die Mitgliederversammlung keine andere(n) Person(en) beruft.

2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung der Bildung.

§ 14. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung ungültig bzw. undurchführbar sein oder werden, wird hiervon die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die ungültigen Bestimmungen sind durch solche zu ersetzen, die dem ursprünglich Gewollten am nächsten kommen.

§ 15. Sprache

1. In allen Fragen der Auslegung und Bestimmung von einzelnen Richtlinien dieser Satzung ist die deutsche Fassung maßgeblich.

2. Die Arbeitssprache des Vereinssekretariats ist Englisch.

§ 16. Gerichtsstand

Der Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Ansprüche ist der Sitz des Vereins.


ERKLÄRUNG DER VISION, WERTE UND LEITLINIEN FÜR YOUR PUBLIC VALUE e.V.

UNSERE VISION

„Public Value“ ist ein Ansatz, der Transparenz und Compliance um Wechselseitigkeit, Dialog und öffentliche Beteiligung ergänzt. Dies ist besonders wichtig zu einer Zeit, in der Bürger in ihrem täglichen Leben nach einem klaren Ziel suchen und von der Politik (öffentlicher Sektor) und von Unternehmen (Privatsektor) erwarten, das Gemeinwohl zu fördern, indem diese ihren Lebensraum aktiv gestalten.

Your Public Value fördert Integrität, öffentlichen Nutzen, verantwortungsvolle Führung ebenso wie Dialog und gegenseitiges Verständnis zwischen Regierungsstellen, der Wirtschaft und der Gesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Wir sind der Auffassung, dass das gegenwärtige Misstrauen gegenüber Regierungen und Unternehmen in der Asymmetrie und Ungleichheit von Teilhabe wurzelt.

Your Public Value verfolgt eine mehrstufige Vorgehensweise, arbeitet direkt mit Entscheidungsträgern auf globaler, nationaler und regionaler Ebene, und regt Maßnahmen in lokalen, nationalen und internationalen Gemeinschaften an.

Unsere Vision ist eine Welt, in der globale Entscheider und die Gesellschaft gemeinsame Werte der Transparenz, Integrität, Offenheit und Zusammenarbeit teilen, und sich mittels Dialog und Teilhabe für die Schaffung eines stärker integrativen Umfelds engagieren.

Wir vertreten die Ansicht, dass

Vertrauen = Transparenz + Dialog & Partizipation

UNSERE WERTE
  • Vertrauen
  • Transparenz
  • Verantwortlichkeit
  • Integrität
  • Dialog
  • Teilhabe
UNSERE LEITLINIEN

Wir sind eine gemeinnützige zivilgesellschaftliche Organisation, die sich dazu bekennt, folgende Prinzipien zu respektieren:

  • Wir respektieren und unterstützen die Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, und wir unterstützen die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele.
  • Wir glauben, dass Offenheit , Inklusivität und Teilhabe dazu beitragen, Vertrauen, soziale und ökologische Auswirkungen, wie auch wirtschaftlichen Erfolg zu verbessern.
  • Wir verpflichten uns, in den Beziehungen zu allen, mit denen wir arbeiten, und untereinander aufgeschlossen, ehrlich und verantwortlich zu sein. Jeder von uns kann gleichzeitig Experte und Neuling, Kollege, Student und Lehrer sein.
  • Wir sind demokratisch, politisch unparteiisch und nicht-konfessionell in unserer Arbeit.
  • Die von uns vertretenen Positionen werden auf gründlicher, objektiver und professioneller Analyse und hohen Forschungsstandards basieren.
  • Wir sind unabhängig: Unsere Forschung, „Public Value Labs“, „Your Public Value Business Forum“, und Politikberatung sind unabhängig von ihren Förderern. Mitarbeiter sind befähigt, Geberdenken und -politik herauszufordern und bleiben innovativ.
  • Als ein Public Value Lab werden wir mit Einzelpersonen und Gruppen zusammenarbeiten, um public value (Gemeinwohl), verantwortungsvolle Führung und Integrität zu fördern, indem wir den Dialog zwischen Regierungen, Unternehmen und Gesellschaft ermöglichen.
  • Unser Public Value Lab stützt sich auf Co-Kreation und aktive Teilhabe unter fach- und generationenübergreifender Einbeziehung verschiedener beteiligter Akteure.
  • Wir werden nach einer ausgeglichenen und vielfältigen Repräsentation in unseren Aktivitäten Leitungsorganen streben.
  • Wir nehmen nur Förderung an, die unsere Fähigkeit nicht beeinträchtigt, Themen offen, gründlich und objektiv anzusprechen.
  • Wir verurteilen entschieden Bestechung und Korruption, wo immer sie verlässlich erkannt werden.
  • Wir stellen unseren Beteiligten genaue und rechtzeitige Berichte über unsere Aktivitäten zur Verfügung.
CHARTER OF THE ASSOCIATION

PREAMBLE

The world is changing at fast pace and distrust is spreading over towards government and business. Transparency and compliance are necessary, yet they are by far not the only elements of trust building. Despite heavy investments in transparency and compliance, many organisations continue to suffer from an image of opacity and from a lack of trust and integrity. To become sustainable and foster economic development, organisations must address the needs of society. Their purpose and values need to be accepted by all, both inside and outside their organisation. Corruption needs to be fully eradicated, all the way down to supply chains, and the concepts of integrity and public value better understood in government, business, and society.

Public value is an approach that adds reciprocity, dialogue, and public participation to transparency and compliance. It is particularly crucial at a time when citizens look for a clear purpose in their daily life and expect politicians (public sector) and corporations (private sector) to stimulate the public good by being active members of their environment.

“Your Public Value” promotes integrity, public value and good governance, as well as dialogue and mutual understanding between government, business, and society, both at the national and international levels. “Your Public Value” pursues a multi-level approach, working directly with decision-makers at global, regional, and national level, as well as stimulating action within communities at local, national and international level. Our vision is a world, in which global leaders and society share common values of transparency, integrity, openness and collaboration, and are committed to creating a more inclusive world through sustainable dialogue and participation. We believe that this change can happen through coordinated activity by a range of organisations and individuals adhering to “Your Public Value’s” mission.

The core values of “Your Public Value” are trust, transparency, accountability, integrity, dialogue, and participation.

§ 1. Name, Place, Business Year

1. The name of the Association (verein) is “Your Public Value”. It will be registered in the Register of Associations, after which “e.V.” shall be added to the name.

2. The Association has its seat in Berlin, Germany.

3. Its business year is the calendar year.

§ 2. The Association’s Aim

1. The Aims of the Association refer to articles Nos. 7, 15, and 20 of Section 52 of the German Fiscal Code. In the area of promoting good governance, integrity, and mutual understanding between government, business and society, the Aims of the Association are:

a. the promotion of systematic, reproducible, and documented research,

b. the promotion of education,

c. the promotion of development cooperation,

d. the promotion of crime prevention by combatting corruption.

2. The Association’s Aim is realized through measures to promote public value, integrity (i.e. transparency, accountability and participation), and dialogue between government, business and society in order to reduce corruption and to sustain trust between the three sectors (public, private and civil society) for the benefit of society. This is done in particular by:

a. Implementing, promoting and supporting research activities in the fields of public value, integrity and dialogue that contribute to public value, trust and mutual understanding between government, business and society, the results of which are promptly published, through cooperation with non-profit universities and research institutes and through the award of research contracts to experts in the sense of section 57(1), 2nd sentence of the German Fiscal Code [Abgabenordnung];

b. Creating awareness of the root causes of distrust between the various sectors of society and of the concept of public value through workshops, conferences, campaigns, and media relations;

c. Building a website and other digital tools on the topics of transparency, accountability and participation to foster the dialogue between government, business, and society;

d. Developing and providing material for teaching and training on public value, integrity, and the fight against corruption;

e. Conducting workshops, training sessions and conferences regarding public value, integrity (i.e. transparency, accountability and participation), and the fight against corruption;

f. Disseminating original information and materials (such as books, brochures, CDs, DVDs) on public value, integrity, and the fight against corruption;

g. Developing and disseminating tools and approaches on risk analysis of corruption and distrust and promoting public value and integrity in the three sectors of society (public, private and civil society);

h. Developing and implementing measures for public value, integrity, and anti-corruption in developing countries, e.g. through joint development of codes of conduct to prevent corruption and distrust, and training of officials and staff in the countries;

i. Cooperating in a network of non-profit organisations to develop trust in society and prevent corruption.

§ 3. Public benefit, Neutrality, Liabilities

1. The Association exclusively and directly pursues aims for public benefit in the sense of the section entitled “Tax-privileged aims” (steuerbegünstigte Zwecke) of the German Fiscal Code (Abgabenordnung).

2. The Association acts altruistically; its primary motive is not-for-profit-oriented.

3. The funds of the Association may only be used for the aims set out in the Articles of the Association; this includes reasonable administrative and fundraising costs, which are incurred in connection with the aims set out in the Articles of the Association. Members of the Association shall not, in that capacity, receive remuneration from Association funds. No individual may benefit through disproportionately high compensation or through expenditure, which is not in line with the aim of the Association.

4. Liabilities of the Association shall be limited to the extent of the Association’s assets.

5. The Association is a religiously and politically independent organisation; it pursues its activities without regard to religious or party-political considerations.

6. Where the Articles of the Association use the masculine form to refer to persons, this shall include both women and men. All positions in the Association are equally open to men and women of all nationalities, and diversity is encouraged.

§ 4. Membership

1. The Association has regular members and may have honorary members.

2. Individuals with full legal capacity who have signed Your Public Value’s „Statement of Vision, Values and Guiding Principles” and legal entities that actively support the Association’s Aim can become regular members.

3. The activities of all members are voluntary.

4. Regular members are admitted by the Supervisory Board for a term of three years. Members can be readmitted without limit. Only individuals who, or organisations which, on basis of their international expertise or experience and undisputed integrity, are qualified to support the Association’s work, shall be nominated.

5. Regular and honorary memberships end by resignation, death, exclusion, expiry of the term, or dissolution of the legal entity that is a member.

6. Resignation is effected by written notice to the Executive.

7. A regular or honorary member may be excluded from the Association if his behaviour is harmful to the Association or if he grossly violates the interests of the Association. Before a decision is taken, the member shall be given the opportunity to make a statement within reasonable time. The Supervisory Board makes a recommendation to the General Assembly who decides on exclusion. The decision of the exclusion is to be reasoned and to be announced to the member by the Supervisory Board with registered mail.

8. Individuals who have made an outstanding contribution in the fight against corruption and in support of public value and dialogue in society may be appointed honorary members by the General Assembly. They have no voting rights and are not taken into account in the calculation of the quorum in the General Assembly.

§ 5. Membership Fees

Membership fees will not be applied.

§ 6. Bodies of the Association

Official bodies of the Association are the General Assembly, the Executive, and the Supervisory Board.

§ 7. General Assembly

1. At least once a year an ordinary General Assembly meeting must be convened by the Supervisory Board. The meeting shall be convened in writing or by email, by giving notice of three weeks and providing the agenda. The stated period begins on the day following the day of dispatch of the invitation. The invitation is considered delivered to a member if it is sent to the last address supplied by the member in writing. The Supervisory Board drafts the agenda in coordination with the Executive.

2. The Supervisory Board shall convene an extraordinary General Assembly if this is in the interest of the Association or if at least 20 percent of the members request so in writing, stating purpose and reasons for such request. As far as circumstances permit, a two-week notice shall be given and the agenda shall be provided with the invitation.

3. At least two weeks before the meeting, any member may request an addendum to the agenda by writing to the Executive. The chair of the meeting shall announce any addendum at the start of the General Assembly. The General Assembly decides on proposals to amend the agenda, which are made in the General Assembly.

4. The General Assembly is chaired by the Chair of the Supervisory Board or, in his absence, by another member of the Supervisory Board.

5. The Executive and a representative of the Association’s employees shall be invited to participate in the General Assembly in advisory capacities.

6. Each regular member has one vote in the General Assembly. Honorary members have no voting rights.

7. Resolutions to amend the Articles of the Association, including a change of the Aim of the Association, the dissolution of the Association and on the exclusion of members and honorary members shall require a majority of three quarters of the votes cast. Such resolutions may only be passed if announced in due time in the invitation to the meeting of the General Assembly.

8. The way of voting is determined by the chair of the meeting. Voting must take place in writing if one third of the members present so request.

9. The General Assembly is responsible for decisions on the following topics:

a. Changing the Articles of the Association;

b. Dissolving the Association;

c. Approving the Association’s multi-year strategy, at least once every three years;

d. Approving the Annual Plan and Budget submitted by the Executive;

e. Deciding on exclusion of members;

f. Choosing and dismissing the Chair, the Secretary, the Treasurer and up to four other members of the Supervisory Board;

g. Appointing and excluding honorary members;

h. Decision on the values of „Your Public Value Statement of Vision, Values and guiding Principles“.

10. The General Assembly may, upon a proposal by the Executive, adopt Rules of Procedure for the Supervisory Board.

11. The General Assembly has a quorum if at least half of all regular members are present. In the absence of a quorum, the Supervisory Board may call a second meeting with the same agenda within three months. This shall be quorate regardless of the number of members present. This is to be mentioned in the invitation.

12. A member is not entitled to vote if the resolution relates to a legal transaction with him or the initiation or settlement of litigation between him and the Association or if there is another conflict of interest.

13. The Executive has the right to speak and to make proposals to the General Assembly.

14. Proceedings and decisions of the General Assembly shall be recorded in writing. These are to be signed by the Secretary and the Chair of the meeting.

§ 8. Executive

1. The Executive consists of at least one person. The Executive is appointed for a term of five years and dismissed by the Supervisory Board. A re-appointment is always allowed. The Supervisory Board decides on a reasonable remuneration for each member of the Executive.

2. The employment contract of the Executive ends – respecting the contractual or statutory period of notice – at the end of the term in office as Executive without the need for notice. Likewise, the term of office of the Executive terminates automatically the moment that his employment contract ends for whatever reason. Such clauses must be included in his employment contract.

3. The Association’s Executive is responsible for the judicial and extrajudicial representation of the Association in accordance with section 26 of the German Civil Code (BGB) and for the conduct of its business.

4. The Executive is responsible for all matters, which do not fall explicitly within the competence of the General Assembly or the Supervisory Board. The Executive is responsible for the achievement of the objectives of the Association and for ensuring that the Association’s assets and external funding are appropriately and efficiently used. In particular, he has the following tasks:

a. To implement the decisions of the General Assembly and the Supervisory Board;

b. To manage the Association’s assets and prepare the Annual Report;

c. To manage the office (“Secretariat”) of the Association;

d. the conclusion and termination of employment agreements;

e. To produce a multi-year strategy at least once every five years, which requires the approval of the General Assembly;

f. To implement the multi-year strategy adopted by the General Assembly;

g. To present the Annual Plan and Budget to the General Assembly for approval at least one month before the start of the business year and to prepare the Annual Accounts and submit these to the Supervisory Board for adoption after auditing (Your Public Value will function with a double bottom-line and present both financial and social impact reports);

h. To publish the Annual Report and the adopted Annual Accounts;

i. To report on the activities of the Association to the General Assembly and the Supervisory Board;

j. To report to the Supervisory Board regularly, at least every six months, on all significant issues and developments, including adherence to the Annual Plan, the liquidity and the financial status of the Association;

k. To establish guidelines for the reimbursement of expenses for members of the Association and members of the Advisory Board;

l. To participate in the meetings of the Supervisory Board and the General Assembly in an advisory capacity.

5. To undertake the following transactions, the Executive needs the prior approval of the Supervisory Board in writing or by email:

a. Acquisition, encumbrance and sale of land and rights equivalent to real property;

b. Decisions on transactions with a transaction value of over EUR 100,000 (one hundred thousand euros);

c. Taking out loans or establishing a current account;

d. Granting loans to third parties and providing warrants for third parties;

e. Establishing or participating in companies or institutions;

f. Adopting and amending rules of procedure for the office, including the terms and conditions of employees.

6. Details on the rights and duties of the Executive may be specified in the Rules of Procedure for the Executive to be adopted by the Supervisory Board, and in his employment contract.

7. The decisions of the Executive shall be recorded in minutes and signed by him.

8. The Executive is not entitled to decisions which concern a legal transaction with himself or the initiation or settlement of a legal dispute between him and the Association, or if he has another conflict of interest. In such cases, the Supervisory Board shall decide.

9. The Executive shall inform the Supervisory Board immediately of any conflict of interest.

10. The liability of the Executive is limited to intent and gross negligence.

11. The Association shall insure the Executive against financial and personal damage, which he may cause in his work. To this end, the Association shall conclude an appropriate contract.

§ 9. Supervisory Board

1. The Supervisory Board comprises three to seven members: the Chair, the Vice-Chair, and up to five other persons, always keeping an odd number. Supervisory Board members act on a purely voluntary basis. Members of the Supervisory Board are entitled to reimbursement of their expenses.

2. The Chair, the Vice-Chair, and up to five other members of the Supervisory Board shall be elected by the General Assembly for a term of three years. They remain in office until the next election. They must be regular members of the Association. Members of the Supervisory Board may not be re-elected more than twice. Upon termination of his membership of the Association, the term of a member of the Supervisory Board ends as well.

3. A member of the Supervisory Board may be dismissed by the General Assembly at any time.

4. The Supervisory Board shall invite the Executive as an adviser to its meetings. If needed, the Supervisory Board may meet without the Executive.

5. The duty of the Supervisory Board is to advise and supervise the Executive on the management of the Association on a regular basis. The Supervisory Board needs to be involved in decisions of fundamental importance to the Association. In particular, it is responsible for the following duties:

a. Appointing and dismissing the employed Executive, advising and supervising him (regarding legitimacy, efficiency, efficacy) and discharging him;

b. Representing the Association vis-à-vis the Executive (employment contract, remuneration, other legal transactions); the Supervisory Board assumes all rights and duties as employer of the Executive;

c. Overseeing the financial affairs of the Association in general and checking the functioning of the administrative organization and the internal control system, in particular the organization of payments;

d. Deciding on legal transactions and representation of the Association in case of a conflict of interest of the Executive;

e. Accepting the Annual Report, adopting the audited Annual Accounts and the discharge of the Executive; on this the Supervisory Board informs the General Assembly;

f. Participating in the strategic planning on which the General Assembly decides;

g. Appointing and dismissing the auditors for the Annual Accounts;

h. Representing the Association externally on special occasions.

6. Supervisory Board meetings are normally convened by the Chair but may also be convened by the other Board members or by the Executive. In any case, the meeting is called in writing or by email by giving two weeks’ notice and specifying the agenda. A meeting of the Supervisory Board may also be held by telephone conference.

7. The Supervisory Board has a quorum if more than half of its members are present. Decisions are taken by majority of votes; in case of a tie, the proposal is deemed rejected. In case members of the Supervisory Board are not present, they can cast their vote in writing or by email and they will be considered present in the calculation of the quorum.

8. Each Supervisory Board member immediately informs other Supervisory Board members and the Executive of any conflict of interest.

9. A member of the Supervisory Board is not entitled to vote if the decision relates to a transaction with him or the initiation or settlement of a legal dispute between him and the Association or if there is another conflict of interest.

10. Decisions are recorded in minutes and signed by the Chair;

11. The Supervisory Board may also take valid decisions by email without a meeting. Such decisions require the agreement of at least two thirds of the Supervisory Board members. In the event that such procedure is adopted, all Board members need to be informed about the proposed decision and be allowed at least one week to vote. The decisions taken shall be signed by the Chair and the Vice Chair.

12. The liability of the members of the Supervisory Board is limited to intent and gross negligence.

§ 10. Advisory Council

1. Either the Executive or members of the Supervisory Board propose a list of potential members of the Advisory Council to the Supervisory Board. Members of the Advisory Council act on a purely voluntary basis; they are only entitled to reimbursement of their expenses.

2. Members of the Advisory Council are individuals of recognized integrity from diverse geographical, cultural and professional backgrounds who acknowledge the Aim of the Association and commit to offer regular constructive advice to the Supervisory Board and the Executive.

3. Members of the Advisory Council do not cast votes in the Supervisory Board or the General Assembly.

4. The Supervisory Board appoints members of the Advisory Council for three years. Their appointment is renewable once under the condition that they have successfully fulfilled their duty during their first appointment.

5. Members of the Advisory Council have the duty to deliver twice during their three-year appointment a review of the strategic directions and activities of the Association taken the Aim of the Association into consideration.

6. The reviews of the members of the Advisory Council shall be published on the Association’s website.

§ 11. Supporters

1. The Association funds itself essentially through donations from public donors, business corporations and other economic entities, organisations, as well as legal entities and individuals.

2. The Supervisory Board determines the details of acceptance of donations.

§ 12. Annual Statement of Accounts

1. The Association’s accounts shall be audited by a member of the accounting profession and published annually.

2. The Association will also publish annually its record of social impact.

3. The General Assembly may consider asking the Association to publish annually its record of environmental impact.

§ 13. Dissolution of the Association and usage of the Association’s assets

1. In case of dissolution of the Association, the Executive shall be the authorized liquidator unless the General Assembly appoints another person or persons.

2. Upon dissolution of the Association or loss of tax-privileged aims, the Association’s assets shall be transferred to a public body or another tax-privileged institution to be used for the promotion of education.

§ 14. Severability clause

Should individual provisions of these Articles be invalid or unenforceable, this shall not affect the validity of the remaining provisions. The invalid provisions shall be replaced with such ones that are closest to the original intention.

§ 15. Governing Language

1. In all cases of interpretation of individual guidelines of these Articles, the German version shall prevail.

2. The working language of the Secretariat of the Association is English.

§ 16. Place of Jurisdiction

Place of fulfillment and place of jurisdiction for all claims is the domicile of the Association.


STATEMENT OF VISION, VALUES AND GUIDING PRINCIPLES FOR YOUR PUBLIC VALUE e.V.

Our vision

Public value is an approach that adds reciprocity, dialogue, and public participation to transparency and compliance. It is particularly crucial at a time when citizens look for a clear purpose in their daily life and expect politicians (public sector) and corporations (private sector) to stimulate the public good by being active members of their environment.

Your Public Value promotes integrity, public value and good governance, as well as dialogue and mutual understanding between government, business, and society, both at the national and international levels. We consider that the current distrust towards government and business is rooted in the asymmetry and inequality of participation.

Your Public Value pursues a multi-level approach, working directly with decision-makers at global, regional, and national level, as well as stimulating action within communities at local, national and international level.
Our vision is a world, in which global leaders and society share common values of transparency, integrity, openness and collaboration, and are committed to creating a more inclusive world through sustainable dialogue and participation.

We consider that Trust = Transparency + Dialogue & Participation

Our values
  • Trust
  • Transparency
  • Accountability
  • Integrity
  • Dialogue
  • Participation
Our guiding principles

We are a non-profit civil society organization committed to respecting the following principles:

  • We respect and encourage respect for fundamental human rights and freedoms, and support the implementation of the SDGs.
  • We believe that openness, inclusiveness and participation contribute to increasing trust, social and environmental impact, as well as economic success.
  • We undertake to be open-minded, honest and accountable in our relationships with everyone we work with and with each other. Every one of us can be at the same time expert and novice, a peer, a student, and a teacher.
  • We are democratic, politically non-partisan and non-sectarian in our work.
  • The positions we take will be based on sound, objective and professional analysis and high standards of research.
  • We are independent: our research, Public Value Labs, Your Public Value Business Forum, and policy advice are independent from its funders. Staff members are able to challenge donor thinking and policy and remain innovative.
  • As a Public Value Lab, we will work cooperatively with individuals and groups to promote public value, good governance, and integrity by enabling dialogue between government, business and society.
  • Our Public Value Lab relies on co-creation and active participation in a multi-stakeholder, cross-disciplinary and inter-generational spirit.
  • We will strive for balanced and diverse representation in all our activities and our governing bodies.
  • We only accept funding that does not compromise our ability to address issues freely, thoroughly and objectively.
  • We strongly condemn bribery and corruption wherever they are reliably identified.
  • We provide accurate and timely reports of our activities to our stakeholders.

Diskutiert und verabschiedet von Your Public Value’s Gründungsmitglieder-Versammlung in Berlin am 16. September 2017.

Discussed and adopted by Your Public Value’s Founding Membership Meeting in Berlin, 16 September 2017.

Ich erkenne die Grundsätze und Bedingungen der Vereinssatzung von Your Public Value e.V. und die „Erklärung der Vision, Werte und Leitlinien für Your Public Value e.V.“ an und halte sie ein.

I accept and adhere to the Charter of the Association Your Public Value e.V and to the principles and terms of the “Statement of vision, values, and guiding principles for Your Public Value e.V”.

8. September 2018

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